Letzte Aktualisierung: 19.01.2022, 21.56 Uhr
Eine Kaltfront überquert Deutschland zügig nach Südosten. In den Frühstunden erreicht sie die Alpen. Sie führt in Staffeln polare Meeresluft heran, die das Wetter der nächsten Tage windig und wechselhaft gestaltet. 

FROST/GLÄTTE:
In der Nacht zum Donnerstag im Bergland zunehmend winterlich bei leichtem Frost zwischen -1 und -4 Grad und Glätte durch Schnee oder überfrorene Nässe. In tiefen Lagen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nur örtlich Glätte durch Schneematsch bei stärkeren Schneeschauern oder überfrierende Nässe bei Aufklaren. 
Am Donnerstag auch tagsüber in höheren Lagen oberhalb 500 bis 600 m Dauerfrost und Glätte durch gefrierende Nässe. In der Nacht zum Freitag außer im Nordwesten leichter bis mäßiger Frost und streckenweise Glätte durch etwas Schnee oder Schneematsch und gefrierende Nässe.

SCHNEE:
In der Nacht zum Donnerstag in den Mittelgebirgen und im Süden ab etwa 300 bis 500 Meter bis 5 cm Neuschnee in 12 Stunden, in Nordweststaulagen (zunächst Harz, später Nordschwarzwald, Erzgebirge und ostbayerische Mittelgebirge) oberhalb von 600 m um 10 cm.

Am Donnerstag oberhalb von etwa 400 bis 600 m bis 5 cm Neuschnee, in einigen Staulagen (Harz, Erzgebirge, Bayerischer Wald sowie Schwarzwald bis 10 cm. An den Alpen zeitweise Schneefall, um 10 cm Neuschnee, in Staulagen 10 bis 15 cm, in exponierten Lagen bis 20 cm.
In der Nacht zum Freitag nachlassende Niederschläge, in Staulagen weiterhin Neuschnee bis 5 cm in 12 Stunden, an den Alpen um 10 cm, sonst nur geringe Schneemengen.

WIND-/STURMBÖEN:
In der Nacht zum Donnerstag an der See mit Winddrehung auf Nordwest Sturmböen Bft 8/9. An der Nordfriesischen Küste und auf Helgoland zum Donnerstagmorgen einzelne schwere Sturmböen (Bft 10). In den Kamm- und Gipfellagen Sturmböen, auf dem Brocken schwere Sturmböen. Östlich der Elbe und am Nordrand des Harzes auch im Binnenland Windböen (Bft 7). In freien Lagen stürmische Böen nicht ausgeschlossen.

Am Donnerstag an den Küsten und auf den Bergen Sturmböen Bft 8/9 aus Nordwest, auf exponierten Gipfeln (Brocken, Fichtelberg) schwere Sturmböen. In den Niederungen - außer im Westen und Südwesten - Windböen Bft 7, in Schauernähe vor allem im Nordosten und Osten stürmische Böen.
In der Nacht zum Freitag abflauender Wind. An den Küsten und im Bergland vor allem anfangs noch Gefahr von Sturmböen. 

GEWITTER:
Ab den Frühstunden des Donnerstags im Nordosten und Osten einzelne kurze Gewitter mit Graupel und stürmischen Böen nicht ausgeschlossen.