SXEU31 DWAV 061810 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Freitag, den 06.11.2026 um 18 UTC Schlagzeile: Hochdruckeinfluss mit Grenzschichtdynamik. Im Südwesten, am Sonntag allgemein im Westen leicht wechselhaft. GWL und markante Wettererscheinungen: SEa Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC -------------------------------------------------------------- Samstag, den 07.11.2026 Synoptische Entwicklung: Heute Nachmittag und Abend ergeben sich keine nennenswerten Änderungen zur Frühübersicht. Im Norden/Nordosten sowie im Süden viel Hochnebel, gebietsweise auch dichter Bodennebel, im Südwesten zusätzlich Aufzug mehrschichtiger Bewölkung mit etwas Regen (besonders vom Breisgau/Ortenau bis ins Hegau) mit 5 bis 10 mm Nass bis zum Abend. Sonst abseits örtlicher Nebelnässe trocken. Dazwischen (von den Niederlanden bis zum Bayerischen Wald) geht der Tag sonnig und trocken über die herbstlich bunt geschmückte Bühne. Schwacher Ostwind, auf exponierten Kammlagen zeitweise böig auffrischend. Die abendlichen Werte liegen zwischen 9 und 1 Grad. Die Nacht zum Samstag verläuft über der Mitte und im Osten häufig klar und trocken. Regional sind aber auch dichte Nebelfelder zu erwarten (besonders peripher der Hochnebelgebiete). Ansonsten dominiert dichter Hochnebel, im Südwesten auch mehrschichtige Bewölkung und dort regnet es noch zeitweise mit unbedeutenden Mengen (besonders zwischen Schwarzwald/Schwäbische Alb und der Schweiz). Je nach Bewölkung kühlt es auf +5 bis -4°C ab. Potentielle Warnelemente: Nach wie vor stehen Nebel und Nachtfrost im Fokus der Warntätigkeit. Modellvergleich: Die Modelle simulieren ähnlich. Nur im Detail, bei der tiefen Bewölkung oder beim Nebel, gibt es Differenzen. Konsistenz: Keine signifikanten Unterschiede. Sonntag, den 08.11.2026 Synoptische Entwicklung: Am Samstag Fortdauer der ruhigen Witterung. Im Osten (besonders Nordosten) viel Sonnenschein, sonst eine Mischung aus ausgedehnter hochnebelartiger Bewölkung, etwas Sonnenschein oder dichter (mehrschichtiger) Bewölkung. Zwischen Eifel und Alpenrand fällt zeitweise etwas Regen mit unbedeutenden Mengen, sonst bleibt es trocken bei Maxima von 3 bis 12 Grad. Schwacher, im Nordosten zeitweise mäßiger Südostwind. An dieser Wetterzweiteilung ändert sich auch die Nacht zum Sonntag wenig. Klar mit regional dichtem Bodennebel im Osten (besonders Nordosten), sonst meist dichter Hochnebel oder Bodennebel und hier und da etwas Nass. Die Minima liegen von West nach Ost je nach Wolkenverteilung zwischen +6 (Niederrhein) und -5°C (Oder bzw. Erzgebirge). Die von ICON anvisierten -8 Grad in Vorpommern werden noch angezweifelt und werden so auch von keinem anderen Modell gestützt (deren Taupunkte in 2m zudem rund 5-6 K über denen von ICON liegen). Potentielle Warnelemente: Im Osten Nachtfrost, gebietsweise Nebel. Modellvergleich: Kleinere Differenzen bzgl. der Lage und Zugbahn des Höhentiefs und des zugehörigen Troges haben kaum warn- und prognoserelevanten Auswirkungen auf das Vorhersagegebiet. ICON wird mit dem mäßigen Frost in Vorpommern (bis -8 Grad) noch kritisch gesehen, nimmt das Modell diesbezüglich eine Außenseiterposition ein. Konsistenz: Konsistenz gut. Montag, den 09.11.2026 Synoptische Entwicklung: Am Sonntag fällt das Geopotenzial von Westen dank eines zur Deutschen Bucht driftenden Höhentroges bei vergleichsweise hohem Bodendruck, sodass sich an dem häufig tristen Wetter wenig ändert. Im äußersten Osten und im Alpenvorland viel Sonnenschein, sonst eine Mischung aus dichtem Hochnebel oder mehrschichtiger Bewölkung, die zeitweise etwas Nass bringt. Im Nachmittagsverlauf lockert die dichte Bewölkung im Südwesten stärker auf. Höchstwerte von 3 bis 12 Grad. Der Südostwind weht schwach. Die Nacht zum Montag geht unter ähnlichen Vorzeichen über die Bühne wie die Vornächte, bei überregional dichtem Bodennebel und Minima zwischen +4 und -5 Grad (von West nach Ost). Potentielle Warnelemente: Wieder Nebel und Frost. Frost vor allem im Osten und Südosten, den dichten Nebel kann es landesweit geben. Modellvergleich: Die Modellunterschiede sind gering. Konsistenz: Nichts Relevantes. ___________________________ Fazit: Erst Hochdruck mit Grenzschichtdynamik. Von Südwesten allmählich etwas wechselhafter. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Helge Tuschy