SXEU31 DWAV 091800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Mittwoch, den 09.09.2026 um 18 UTC SCHLAGZEILE: Zunächst an der See und im Nordwesten windig und einzelne Gewitter, im Verlauf unter Hochdruckeinfluss Wetterberuhigung. Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC ---------------------------------------------------------------- Aktuell ... wechselt die Wetterlage! Aus West zyklonal wird Brücke Mitteleuropa. Einhergehend setzt sich zunehmend Wetterberuhigung durch. Allerdings gibt es über alle Tage der Kurzfrist auch benachteiligte Region. Mit Blick auf warnwürdiges Wetter ist aber vor allem der heutige Mittwoch und die Nacht zum Donnerstag noch interessant. Doch wie seiht es im Detail aus? Heute Abend und in der Nacht zum Donnerstag schwenkt der Trog mit seiner Achse über Deutschland hinweg ostwärts. Nachfolgend kann sich vom Ostatlantik über die Britische Inseln und die Nordsee hinweg ein Rücken aufbäumen, der seinerseits ostwärts wandert. Durch ein Höhentief über Nordostitalien wird ein Langwellentrog aufgespannt, der hierzulande jedoch seine Schwachstelle aufweist. Bodennah kann sich korrelierend zum Rücken das Azorenhoch weit nach Osten ausbreiten und am heutigen Abend schon die Südwesthälfte beeinflussen. Der Nordosten wird dagegen zunächst noch vom abziehenden Tief und dessen Frontalzone geprägt. Entsprechend fallen in der Nacht zum Donnerstag im Norden noch einzelne Schauer. Am Donnerstag kann sich dann nahezu im ganzen Land Hochdruckeinfluss durchsetzen. Allenfalls am direkten Alpenrand sorgt das zum Höhentief über Nordostitalien gehörende Bodentief dazu, dass feuchtwarme Mittelmeerluft gegen die Alpen gedrückt wird und zeitweise auch über die Alpen hinweg schwappt. Resultierend kann es am Donnerstag an den Alpen zu schauerartigen Regenfällen kommen. Zudem sind im Küstenumfeld noch vereinzelte Schauer möglich. Am Freitag ist der äußerste Südosten sowie der Nordwesten bezüglich der Sonne benachteiligt. Im Nordwesten bringt eine absterbende Okklusion gebietsweise schauerartigen Regen, im Südosten kann weiter das Tief über Italien für etwas Regen sorgen. Die Warnbrille sieht dabei eine abnehmende Warntätigkeit. Nach Auslaufen der bestehenden Windwarnungen sind voraussichtlich nur noch an der Nord- und Ostsee auflandig steife Böen, exponiert auch stürmische Böen zu verzeichnen. Die Gewitteraktivität sollte dagegen zunehmend zum Erliegen kommen. Danach sollte sich die Warntätigkeit im Kurzfristbereich auf potentielle Nebelwarnungen in der Nacht beschränken. Donnerstag ... siehe oben ---------------------------------------------------------------- Synoptische Entwicklung bis Samstag 06 UTC Freitag ... siehe oben Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Die betrachteten Modelle simulieren die großskaligen Geopotential- und Luftdruckstrukturen wie auch die resultierenden Prozesse und Wetterbedingungen vergleichbar. Am Donnerstag gibt es allenfalls geringe Unterschiede wie weit die Niederschläge der verendenden Front ins Binnenland vordringen und welche Intensität diese besitzen. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Lars Kirchhübel