SXEU31 DWAV 181800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Mittwoch, den 18.03.2026 um 18 UTC SCHLAGZEILE: Hochdruckeinfluss. Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC ---------------------------------------------------------------- Aktuell ... liegt Deutschland unter Hochdruckeinfluss bei Zufuhr trockener Festlandsluft von Osten her. Die entsprechende Hochdruckzone reicht vom Atlantik bis Osteuropa mit einer Schwachstelle über der Nordsee, wo ein Tiefausläufer eingelagert ist. Bei uns scheint abends bei fast wolkenlosem Himmel die Sonne, begleitet nur im Südwesten von einem kräftig böigem Ostwind. Entsprechende Warnungen sind in Kraft. Daran ändert sich auch kommende Nacht nicht viel. Die Hochdruckzone schwächelt etwas in ihrem östlichen Anteil, während in ihrem Bereich über den Britischen Inseln der Druck steigt. Der Gradient über dem Südwesten fächert auf, nicht zuletzt, weil ein Höhentrog nach Frankreich abzieht, der in der unteren Troposphäre zum stärkeren Gradient beigetragen hat. Das zeigt sich im 850 hPa Niveau in den nachlassenden Windgeschwindigkeiten. Die Windböen 7 Bft in tiefen Lagen sind bald vorbei, im Hochschwarzwald ist es bis zum Donnerstagmorgen in Böen teilweise stürmisch. Ansonsten passiert nicht viel. Bei geringer Bewölkung oder klarem Himmel kühlt es kräftig auf +3 bis -3 Grad ab. Außer im Westen laufen Frostwarnungen, auch wenn die Unterschiede der Temperatur auf kurzer Entfernungen groß werden können, wegen der fast am Boden aufliegenden Absinkinversion. In der trockenen Luft bleibt die Nebelneigung gering und im Laufe der Nacht schiebt sich von Norden und Osten Cirrus über das Land. Donnerstag ... verlagert sich der Hochschwerpunkt zur Nordsee. Die Ostseite erweist sich als Schwachstelle und ein Trog verbunden mit einer Kaltfront laufen dort über Südskandinavien nach Süden ab. Das Ganze liegt unter antizyklonaler Ägide und die Hebung bleibt schwach. Weiter südlich stützt ein Höhenkeil das Absinken. Als Resultat kommen im Tagesverlauf im Norden ein paar dichtere Wolken an, regnen wird es daraus nicht. In weiten Landesteilen scheint in trockener Luft die Sonne, bei höchstens ein paar Cirren. Nur über dem östlichen Bergland sind ein paar Quellungen wahrscheinlicher, ohne Schauerrisiko. Die Luft erwärmt sich auf 14 bis 18°C. Der Druckgradient über Mitteleuropa ist meist gering, nur über Süddeutschland etwas ausgeprägter, es langt aber auch dort kaum für 7 Bft in freien Hochlagen. In der Nacht zum Freitag hält sich der Hochdruckeinfluss, nur unterbrochen von der Kaltfront, die etwa bis an den Nordrand der Mittelgebirge nach Süden ausgreift. Dabei ist der Himmel teils stark bewölkt und im Nordosten regnet es örtlich leicht. Postfrontal lockert die Bewölkung bald wieder auf, über der Mitte und dem Süden kommt nur etwas hohe oder mittelhohe Bewölkung an. Frost dürfte über dem Bergland der Mitte und im Süden ein Thema werden, darüber hinaus in Teilen Schleswig-Holsteins, wenn es wieder aufgeht. Nebel wird kein großes Thema; wenn dann ganz im Norden, wo feuchtere Luft einsickert. ---------------------------------------------------------------- Synoptische Entwicklung bis Samstag 06 UTC Freitag ... überwiegt Hochdruckeinfluss mit dem kleinen Störfaktor Kaltfront, die in der Nacht zum Samstag über Süddeutschland aufschlägt. An deren Wetterwirksamkeit ändert sich nicht viel. Postfrontal setzt sich rasch wieder die Sonne durch, in der einfließenden frischen Kaltluft ist es besonders im Norden kälter (4 - 6 K) als am Vortag. Aus Sicht der Warnungen wären leichter Nachtfrost und Nebel, dieser vor allem über Norddeutschland, zu nennen. Mehr Details sind in der Frühübersicht zu finden. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Die Modelle segeln im gleichen Fahrwasser. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Bernd Zeuschner