SXEU31 DWAV 311800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Dienstag, den 31.03.2026 um 18 UTC SCHLAGZEILE: Anfangs wechselhaftes Aprilwetter, in der Folge ruhiges Hochdruckwetter. Nachts Frostgefahr. Zum Donnerstag Kaltfrontpassage von Westen und leicht wechselhaft. Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC ---------------------------------------------------------------- Aktuell ... und den Rest dieser Kurzfrist ergeben sich keine nennenswerten Diskrepanzen zur Frühübersicht, sodass nur Warnrelevantes erwähnt wird. Heute Nachmittag und Abend dauert das wechselhafte Aprilwetter mit zahlreichen Schauern und einem lokalen Gewitter weiter an, wenngleich die Intensität zum Abend nachlässt (Schneefallgrenze zwischen 600 und 700 m pendelnd). Im Norden sorgt der dämpfende Einfluss der 5 bis 6 Grad kühlen Deutschen Bucht für geringe konvektive Aktivität mit teils sonnigen bzw. wolkenarmen Abschnitten entlang der Küsten, während es im Alpenstau mit wechselnder Intensität und etwas Neuschnee weiterschneit. Der Nordwestwind weht im Norden stark bis steif (Bft 6 bis 7) und sonst mäßig bis frisch aus West bis Nordwest. Die abendlichen Werte liegen zwischen 10 Grad im Westen und 2 Grad am Alpenrand, mit leichtem Frost im süddeutschen Bergland. In der Nacht zum Mittwoch dauern die Schneefälle am Alpenrand weiter an und bringen dort erneut 5 bis 10 cm Neuschnee in 12 Stunden, allerdings inhomogen verteilt, dank des konvektiv durchsetzen Charakters der Niederschläge. Ansonsten treten bei überwiegend starker Bewölkung weitere Schauer mit wechselnder Phase auf, dazwischen bleibt es aber auch länger trocken. Besonders im Süden und über der östlichen Mitte kann sich dabei vorübergehend eine dünne Neuschneedecke von wenigen Zentimetern ausbilden. Im Norden bildet sich teils dichter Nebel mit Sichtweiten von unter 150 m, während die Nacht in Richtung Vorpommern teils klar verläuft. Die Minima liegen bei einem schwachen bis mäßigen Wind aus überwiegend nördlicher Richtung zwischen +3 und -3 Grad, wobei es im Nordwesten meist frostfrei bleibt. Im süddeutschen Bergland tritt auch teils mäßiger (Luft)Frost auf. Mittwoch ... tritt unter zunehmendem Hochdruckeinfluss insgesamt Wetterberuhigung ein. Im Süden herrscht peripher der noch vorhandenen Höhenkaltluft weiterhin reges Schauerwetter (Schwerpunkt die Schwäbische Alb mit rund 5 l/qm/12h). Diese ist bezüglich Intensität und Aktivität erneut dem Tagesgang unterworfen. Zum Abend schwächen sich die Schauer aber auch hier endgültig ab. Die Staulage am Alpenrand endet im Verlauf des Tages, sodass meist nur noch wenige Zentimeter Neuschnee fallen. Ansonsten herrscht nach teils zäher Hochnebel- und Nebelauflösung (besonders im Norden) tagsüber freundliches und trockenes Wetter vor. Besonders im Westen und in Richtung Vorpommern gibt es viel Sonnenschein. Die Maxima liegen im bewölkten Süden zwischen 5 und 9 Grad und sonst zwischen 10 und 14 Grad. Der Wind dreht im Süden zunehmend auf Nordost und frischt im Südwesten zeitweise etwas auf. Sonst kommt dieser schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen (antizyklonal um eine schwache Bodenhochdruckzelle über Sachsen-Anhalt wehend). Die Nacht zum Donnerstag verläuft ruhig, meist klar und trocken. Im Nordosten können sich in einer feuchteren Luftmasse ausgedehnte und dichte Bodennebelfelder bilden. Bei schwacher Windbewegung und effektiver langwelliger Ausstrahlung verläuft die Nacht frostig kalt mit Minima zwischen 0 und -5 Grad, bodennah auch deutlich kälter. Einzig im äußersten Norden bleibt es frostfrei. ---------------------------------------------------------------- Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC Donnerstag ... erfolgt mit einer schwachen Trogpassage über Norddeutschland eine Kaltfrontpassage, die tagsüber dem Nordwesten dichte Bewölkung und etwas Regen bringt (meist nur weniger Liter auf den Quadratmeter in 12h). Derweilen gestaltet sich der Tag im restlichen Land freundlich, regional auch sonnig und trocken. Im Süden könnte eine von Osten herangeführte feuchtere Luftmasse für einige dichte Hochnebelfelder gut sein, wenngleich hier die Numerik noch sehr streut. Allerdings ist auch innerhalb der Statistik ein Minimum beim Sonnenschein entlang der Alpen auszumachen. Ein kurzer Schauer kann hier ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. In der Nacht zum Freitag kommt die Kaltfront unter Abschwächung in den Osten und Süden der Republik voran und bringt noch etwas Nass mit zumeist unbedeutenden Mengen. Dabei geht die Schneefallgrenze von präfrontal um 1000 m auf postfrontal rund 400 m zurück, wenngleich rasche Abtrocknung kaum noch für postfrontale Schauer mit Mischphasen gut ist. Im Südwesten kann etwas Nebel auftreten, während im Nordwesten die Nacht bewölkt und meist trocken über die Bühne geht. Nach Maxima von 8 bis 13 Grad werden in der Nacht zum Freitag Minima zwischen +6 und -2 Grad erwartet. Luftfrost tritt somit nur noch regional auf. Leichter Frost in Bodennähe bleibt aber deutschlandweit ein Thema. Der durchweg schwache bis mäßige Nordwestwind frischt nur im Umfeld der Küsten zeitweise leicht böig auf. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Die Kurzfrist wird innerhalb der Numerik gut erfasst. Einzig die Grenzschicht wirft zeitweise Frage auf (Nebel und Hochnebel betreffend), was im Text angesprochen wurde. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Helge Tuschy