S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Freitag, den 30.10.2026 um 10.30 UTC Äußerst persistente Blockinglage. __________________________________________________________ Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 06.11.2026 Der Mittelfristzeitraum steht ganz im Zeichen einer anhaltenden Blockierungslage. Dabei findet sich ein zunächst Omega-ähnliches Strömungsmuster über dem Nordatlantik und Europa mit einem kräftigen Höhenkeil über dem nahen Nordostatlantik und breiten Trögen westlich und östlich davon. Der Keil stützt auch ein starkes Hoch im Bodendruckfeld mit mehr als 1040 hPa über Schottland. Es hält sich in ähnlicher Lage bis in die erweiterte Mittelfrist Ende der nächsten Woche, während sich die Konturen in der mittleren Troposphäre etwas wandeln, aber antizyklonal bleiben. Die Südostflanke des Hochs erweist sich jedoch zu Beginn der Woche über Deutschland anfällig für schwache Tiefausläufer, die südwärts ziehen, sich dabei aber abschwächen und zum Dienstag auflösen. Im Verlauf der nächsten Woche weitet sich das Hoch erst Richtung Skandinavien, dann mit einem Keil nach Mitteleuropa aus. Dabei kommt an der Südflanke des Keils mit Divergenzachse über oder nahe Norddeutschland eine östliche Strömung in Gang, die im Südwesten zeitweise bis in tiefe Lagen, vor allem aber oberhalb der Reibungsschicht auch ziemlich lebhaft sein kann. Abgesehen von Grenzschichtwetter, also Nebel und Hochnebel am ehesten im Bereich der Hochachse, sowie stärkeren Böen im höheren Bergland des Südens passiert wettertechnisch fast nichts. Die Temperatur, nahe den durchschnittlichen Werten, ändert sich im Verlauf der Mittelfrist nicht viel und in den Nächten gibt es gebietswiese leichten Frost. __________________________________________________________ Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs Die Konsistenz des europäischen Modells ist gut. Der anhaltende Hochdruckeinfluss steht außer Frage. Kleinere Abweichungen gibt es bei den Tiefausläufern, die sich vom Montag zum Dienstag bei uns auflösen sollen. Auch die genaue Lage der Hochachse und die möglichen Böen im Südwesten sind zugegebenermaßen sehr kleine Baustellen, die offen bleiben. __________________________________________________________ Vergleich mit anderen globalen Modellen Die anderen Globalmodelle zeigen nichts großartig anderes. __________________________________________________________ Bewertung der Ensemblevorhersagen Die Ensembles stützen anhand der Rauchfahnen die Aussagen des Kontrolllaufs. Im Norden und Westen zeigen sich zu Wochenbeginn leichte Niederschlagssignale, die ansonsten so gut wie nicht vorhanden sind. Die Kurven für Temperatur und Geopotential verlaufen enggebündelt mit wenigen Ausreißern bis in die erweiterte Mittelfrist. Die Clusterung liefert bis in die erweiterte Mittelfrist jeweils nur ein Cluster. _________________________________________________________ Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen Der Hochdruckeinfluss lässt keine markanten Wetterentwicklungen zu. ________________________________________________________ Basis für Mittelfristvorhersage MosMix, IFS +ENS ________________________________________________________ VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner