S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Sonntag, den 17.05.2026 um 10.30 UTC Erst wechselhaft, teils mit markanten Gewittern. In der Folge von Südwesten stabiler, aber noch unsicher, wie weit nordostwärts ausgreifend. Mäßig warm. __________________________________________________________ Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 24.05.2026 Mal wieder erwartet uns eine aus meteorologischer Sicht eher überschaubare, wenngleich noch recht unsichere Mittelfrist, die sich vom Mittwoch, den 20. Mai bis zum Sonntag, den 24. Mai 2026 erstreckt. Nutzen wir daher die vorhandene Zeit etwas und schauen uns die aktuell bereits stattfindende Entwicklung der warmen ENSO Phase (El Nino-Southern Oszillation) etwas näher an. Es ist absehbar, dass diese im Verlauf des Sommers und nachfolgend einen nahezu globalen direkten und indirekten Einfluss auf die jeweilige Witterung ausübt und somit auch uns mit beeinflusst. Wer sich nur für die uns bevorstehende Mittelfrist interessiert, kann den folgenden Abschnitt gerne überspringen und unter "AKTUELLE MITTELFRIST" wieder einsteigen. Beginnen wir mit einem minimalistischen Überblick über die Funktion der ENSO. Konträr zu den Außertropen lässt sich in den Tropen zusammenfassen, dass heftige/hochreichende tropische Konvektion mit warmen (tropischen) Oberflächenwassertemperaturen und konvergierendem Bodenwind zusammenfallen, was unter dem Strich den warmen Pool an Meereswasser mit Temperaturwerten jenseits der 28 Grad Celsius im Westpazifik und die innertropische Konvergenzzone ausmacht. Die östlichen Passatwinde wehen dabei westwärts zum warmen Pool, wobei diese beständigen Winde das Wasser im Westen des Nordpazifiks regelrecht aufstauen. Dadurch liegt dort der Meeresspiegel meist mehrere Dekazentimeter (bis 50 cm) höher als im östlichen Bereich des Pazifiks. Die beständigen Ostwinde stützen zudem den sogenannten südlichen Äquatorstrom, der oberflächennah westwärts strömt und als Ausgleichstrom den äquatorialen Unterwasserstrom antreibt, der nach Osten strömt und dabei im Ostpazifik kühles Tiefenwasser per "upwelling" zur Wasseroberfläche transportiert. Das Spannende ist nun, dass Ozean und Meer gekoppelt sind. Über dem warmen Pool entwickelt sich heftige Konvektion mit kräftiger/aufsteigender Bewegung, während die Luftmasse über dem östlichen Pazifik wieder absinkt - der pazifische Ast der Walkerzirkulation. Diese Druckanomalien wiederum treiben die Passatwinde weiter an, die die Meeresströmung beeinflussen usw. - eine schöne Kopplung. Was nun einen El Nino beginnen lässt ist unsicher und lässt sich unter dem Strich mit zwei dominanten Theorien so zusammenfassen, dass entweder eine natürliche Frequenz (gestört durch synoptisch-skalige Einflüsse) oder ein Ereignis von außen das beschriebene System stören. Dies geschieht in Form ausgeprägter sogenannter "westerly wind bursts", also nach Osten durchbrechender Winde am Äquator, was irregulär in einem 30 Tage-Muster erfolgt. Diese Winde kühlen nicht nur evaporativ die Meeresoberfläche ab, sondern erzeugen auch sogenannte Kelvinwellen, die im Nordpazifik mit 2 bis knapp 3 m/s ostwärts wandernd das warme Meereswasser ostwärts ausbreiten lassen und somit das Aufsteigen des kühlen Tiefenwassers bei entsprechender Intensität und Frequenz zunehmend unterdrücken. Dieser kombinierte Effekt (Abschwächung der Passatwinde und des upwelling) sorgt für eine rasche und nachhaltige Erwärmung im östlichen Pazifik, bevor die Wärme entlang der Küsten Nord- und Südamerikas polwärts abgeführt wird und mit wieder einsetzender Abkühlung auch die Konvektion und Walkerzirkulation und somit die Passatwinde in den Grundzustand zurückgebracht werden. Die Entwicklung zu einer La Nina kann man sich aus dem Gesagten leicht zusammenbauen. Die aktuellen Vorhersagen für das sich nun entwickelnde El Nino Ereignis sind seit letztem Monat erneut angestiegen. Wenngleich man die in früheren Mittelfristen beschriebene "spring predictability barrier" berücksichtigen sollte und auch, dass numerische Vorhersage ggf. auf aktuelle Ereignisse wie einen ausgeprägten westerly wind burst zu offensiv anspringen, so zeichnet sich unter dem Strich mittlerweile die Entwicklung hin zu einem außergewöhnlichen El Nino Ereignis ab. Dies wird auch beim Blick auf vertikale Messungen der Temperaturanomalien im tropischen Pazifik sichtbar, die den realen Ist-Zustand anzeigen. Dabei werden aktuell bereits Anomaliewerte in rund 100 bis 200 m Wassertiefe gezeigt, die ohne weiteres den Amplituden von früheren extremen El Nino Ereignisse ähneln. Sprich, es sind nicht nur krude Modellvorhersagen, auf die man sich stützt, sondern auch Echtzeitbeobachtungen, die eine potenziell erhebliche El Nino Amplitude andeuten. Ungefiltert könnte diese El Nino Amplitude im kommenden Spätherbst/Winter neue Rekordanomaliewerte im östlichen tropischen Pazifik aufweisen. Aber auch wenn man die Korrektur durch den anthropogenen Einfluss des sich wandelnden Klimas mit Hilfe des RONI (Relative Oceanic Nino Index) berücksichtigt, muss man mindestens von einem starken Ereignis ausgehen. Bei diesem (RONI) wurde ermittelt, dass sich durch die Klimaänderung der Westpazifik rascher erwärmt, was bei einem El Nino grundsätzlich den zonalen Gradienten der Temperaturanomalien abschwächt und sich somit auch mildernd auf die Walker Zirkulation auswirkt (inklusive Basin-weit steigender Wasseroberflächentemperaturwerte). Doch davon abgesehen sprechen wir mit oder ohne den anthropogenen Einfluss von einer umfassenden und intensiven Erwärmung im Ostpazifik, die uns bevorsteht und zudem von einer begleitenden marinen Hitzewelle bis weit in subtropische Bereiche flankiert wird. Wie bereits gesagt ist die Konvektion an die warmen Anomalien der Wasseroberflächentemperatur gekoppelt, sodass nun im Verlauf des Sommers zunehmend über dem Ostpazifik mit dominanter und heftiger Konvektion gerechnet werden muss. Diese Konvektionsmasse wirkt (salopp gesagt) wie ein Stein im Fluss und sorgt stromab für neu induzierte Pfade von Rossbywellen, die sich in Richtung Außertropen ausweiten und per Fernwirkung auch Europa beeinflussen (was besonders auf extreme El Nino Ereignisse zutrifft). Saisonalvorhersagen, wie die vom EZMF, erfassen den El Nino mittlerweile auch hinsichtlich seiner außergewöhnlichen Intensität recht gut, sodass telekonnektiv nun eine immer größere Übereinstimmung innerhalb diverser internationaler Berechnungen zu erkennen ist - wohl im Verlauf des Junis/Julis auch zunehmend Europa indirekt beeinflussend. Ähnliche frühere Ereignisse (Amplitude, zeitlicher Verlauf, Platzierung etc). hatten im Verlauf des Sommers und dann natürlich in den Herbst hinein zu feuchte Bedingungen über Südeuropa und zu trockene Verhältnisse in Skandinavien und Osteuropa zur Folge, was auch so in Saisonalvorhersagen auszumachen ist. Da zudem der Subtropenjet peripher der Wärmeanomalie über Mittelamerika deutlich angefacht wird und dessen zonaler Wellenfluss auch ostwärts vorankommt, dürfte das mit der Zeit das Unwetterpotenzial über dem Mittelmeer im Verlauf des Sommers erhöhen. Derweilen werden Trockenheit und Waldbrandgefahr über Nord- und Osteuropa immer mehr an Bedeutung gewinnen, vor allem mit Blick auf die jüngsten Feuchteanomalien in diesen Regionen. Westeuropa hingegen wird durch tiefes Geopotenzial beeinflusst und wir in Mitteleuropa liegen zwischen den Stühlen. In welche Richtung das Pendel bei uns ausschlägt hängt stark von der Lage und Intensität des Rossbywellenzuges ab und auch von der Dominanz der Blockierungslagen im Osten/Norden, die sich bei trockenen Verhältnissen gut und gerne westwärts ausdehnen könnten (was teils von Saisonalvorhersagen angezeigt wird). Diese Diskrepanz zeigt sich auch bei früheren Ereignissen, die teils hochwasserträchtig (wie Juli 1997 oder August 2002), oder trockener und hitzeanfällig (wie 2015 oder 2003) ausfielen. Allerdings sollte sich das genannte Anomaliemuster erst im Verlauf des Spätsommers und den Herbst über voll entwickeln und man darf auch weiterhin nicht vergessen - El Nino ist eine Fernwirkung, wobei das Signal durch andere Oszillationen wie die NAO gerne überschrieben wird. Dieser Entwicklung spielt auch die bereits mehrfach beschriebene dynamische finale Erwärmung innerhalb der Stratosphäre in die Karten. Der "drip painting" Effekt aus der Stratosphäre hat den April über dominiert und klingt nun immer weiter ab, hallt aber innerhalb der Troposphäre weiter nach. Dies hat zur Folge, dass Störungen effektiv amplifiziert werden können in Form umfangreicher Blockierungslagen, die auch in höheren Breiten ansetzen können. Beim Blick auf die aktuelle Vorhersage der Häufigkeit der dominanten Wetterregimes des IFS-ENS wird dies beeindruckend mit durchweg blockierungsträchtigen Lagen gezeigt. Dieses nachhängende Signal und die sich im Verlauf des Sommers rasch aufbauende Fernwirkung des möglicherweise extremen El Nino lassen daher die Blockierung über Ost-/Nordeuropa zum Spätsommer und Herbst recht wahrscheinlich erscheinen, sodass auch in Europa dann die genannte bimodale Feuchteverteilung vollumfänglich einsetzen sollte. Den sicherlich noch weitaus spannenderen Blick auf die globalen Auswirkungen sparen wir uns der Zeit wegen und kehren nun in unsere aktuelle Mittelfrist zurück. AKTUELLE MITTELFRIST In der nun bevorstehenden Mittelfrist starten wir am Mittwoch mit einer Trogpassage. Der Trog unterläuft einen stetigen Amplitudengewinn per downstream development stromab zu steigendem Geopotential über Nordwesteuropa. Dieser Amplitudengewinn spiegelt einen noch als unsicher anzusehenden Energietranfer innerhalb dieses Troges wider. Dieser Transfer findet entweder nach Ost gerichtet statt (ein kurzwelliger und sich auffüllende Troganteil, in Richtung Ostsee schwenkend), oder ist nach Südost in einen optionalen Abtropfvorgang nach Polen/Tschechien gerichtet. Wie genau dies abläuft ist noch sehr unsicher und wird im IFS-ENS durch erhöhte Unsicherheiten entlang der Südflanke des Troges hervorgehoben. Da sich aber während der jüngsten Modellläufe u.a. beim IFS ein recht kräftiger meridional ausgerichteter Höhenjet entlang der Westflanke des Troges abzeichnet wird der Abtropfprozess mittlerweile als eine realistische Option angesehen. Am Mittwoch wird peripher des Troges und dem dazugehörenden Bodentief über Schottland ein schwacher Warmsektor über Mitteleuropa aufgespannt, der sich in Deutschland mit MUCAPE von lokal bis 800 J/kg und mäßiger Scherung bemerkbar macht. Ein sehr wechselhafter Tag mit teils kräftigen Schauern und Gewittern (Graupel/kleiner Hagel und Böen) ist die Folge. Zum Donnerstag wird die mäßig labile Luftmasse sukzessive nach Süden und Osten abgedrängt, wobei die Scherung von Nordwesten stetig zunimmt. Man muss noch abwarten, wo sich ggf. ein temporärer Überlapp der Zutaten ergeben könnte, doch auch so treten besonders im Süden und Osten zahlreiche Schauer und einige markante Gewitter auf (Graupel, Böen). In der Folge, von Freitag bis Sonntag etabliert sich (Stand heute) ein West-Ostgefälle beim Wetter. Im Westen dominiert ein seichter Keil mit freundlichem und trockenem Wetter, während der Osten von einem nach Tschechien ziehenden Kaltlufttropfen beeinflusst wird, teils mit kräftigen und anhaltenden sowie gewittrigen Regenfällen. Viel Vertrauen genießt diese Option aber noch nicht, da die jüngsten EZ Läufe eine erhebliche Streuung bei der Zugbahn des Kaltlufttropfens gezeigt haben. Die Mittelfrist startet mit Maxima von 17 bis 20 Grad, am Donnerstag im Südwesten bis 23 Grad meist mäßig warm, bevor in der Folge wenigstens den Oberrhein entlang sommerlich warme Maxima zunehmend wahrscheinlicher werden. Sonst ergibt sich eine erhebliche Diskrepanz, wie rasch und durchgreifend sich die Erwärmung nordostwärts ausbreitet, wobei EZ mit zu den optimistischsten Modellen gehört. Die Minima liegen je nach Bewölkungsverteilung zwischen 13 und 6 Grad. Der Wind kommt am Donnerstag noch mäßig bis frisch aus West bis Nordwest, bevor dieser in der Folge unter Drehung über Nord auf Nordost nur noch schwach bis mäßig daherkommt. Dies ist natürlich nur eine sehr grobe Darstellung der Windverteilung bei dem zu erwartenden schwachen Druckgradienten. In der erweiterten Mittelfrist würde sich der Kaltlufttropfen über Süddeutschland einnisten, während eine Antizyklone ostwärts über Skandinavien wandert. Dieser Fall würde auf eine schwül-warme und unbeständige Witterung mit Schauern/Gewittern hinauslaufen. Diese Entwicklung steht aber, wie bereits erwähnt, auf sehr wackeligen Beinen und hängt von der Zugbahn des Kaltlufttropfens ab. Sie wird nur deshalb hervorgehoben, da im IFS-ENS an der Südwestflanke des optionalen Abtropfprozesses die größten Unsicherheiten gezeigt werden und somit ein südwestliches Abdriften des Kaltlufttropfens in der Tat nicht ausgeschlossen werden kann. __________________________________________________________ Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs Die Entwicklung über Mitteleuropa wird innerhalb der jüngsten Modellläufe des EZ recht homogen vorhergesagt. Dabei schwenkt zunächst ein Trog ostwärts, bevor nachfolgend aus Südwesten das Geopotenzial steigt. In der Folge schwächt sich der Trog über der südlichen Ostsee/Polen ab, was auch einen Abtropfprozesse zur Folge haben könnte. Unsicher ist noch die genaue Lage des Keils zum kommenden Wochenende, denn am Ostrand der Keilachse könnten der eventuell auftretende Abtropfprozess oder kurzwellige Troganteile den Norden und Osten von Deutschland beeinflussen. In dem Fall würde dort ggf. auch wechselhaftes Wetter dominieren mit tendenziell stabileren Verhältnisse im Südwesten der Republik. __________________________________________________________ Vergleich mit anderen globalen Modellen Die anderen internationalen Modelle gehen für Mittwoch und Donnerstag noch einen recht einheitlichen Weg, mit einem ostwärts durchschwenkenden Trog inklusive Front und nachfolgendem Geopotentialanstieg von Südwesten. In den Folgetagen ergeben sich allerdings rasch zunehmende und nennenswerte Unterschiede bezüglich der Lage der Keilachse sowie mit Blick auf einen möglichen Abtropfprozesses. Daher ist eine genaue Abschätzung noch schwer umsetzbar, wie stabil die Mittelfrist insgesamt abläuft. Im schlimmsten Fall dominiert im Norden und Osten nahezu durchweg eine wechselhafte Witterung. GFS ist das einzige Modell, das aktuell einen sattelfesten Keil nach Deutschland aufspannt, was sommerlich warmes und meist trockenes Wetter zur Folge hätte. Sowohl IFS, als auch GFS heben ihre aktuellen Lösungen jeweils zum ersten Mal so ausgeprägt hervor, was die hohen Unsicherheiten zeigt, wohin die Energie des Troges über Südskandinavien letztendlich transferiert wird. Folgeläufe bringen diesbezüglich hoffentlich mehr Gewissheit. __________________________________________________________ Bewertung der Ensemblevorhersagen Die Clusteranalyse beginnt mit einem Cluster und dem klimatologischen Regime der Blockierung. Dabei liegt Deutschland zwischen zwei Antizyklonen (Südwesteuropa und über Skandinavien), wobei sich ein von Westen hereinschwenkender (bzw. per downstream development amplifizierender) Trog in der Folge über der Ostsee/Polen festläuft. Dies wird in der Folge durch 3 Cluster (inkl. einem einheitlichen klimatologischen Regime der Blockierung) gezeigt. Hier wird die Unsicherheit hervorgehoben, wohin wieviel Energie innerhalb des Troges transferiert wird - entweder mehr nach Nordost in Form eines kurzwelligen und sich rasch auffüllenden Troganteils, oder stärker in einen südwärts abtropfenden Kaltlufttropfen. Letzteres wird aggressiv im ersten Cluster und zeitversetzt im zweiten Cluster gezeigt. In allen Clustern etabliert sich über Nordwesteuropa derweilen ein sich kräftigender Keil, der uns komplett von jeglicher Westdrift abkoppelt. Zum Ende der Mittelfrist ändert sich bei den Clustern nichts (3 Cluster mit Blockierung), wobei die Entwicklung des blockierenden Keils über Nordwesteuropa noch größeren Unsicherheiten unterworfen ist. Im ersten Cluster etabliert sich eine high-over-low Blockierung mit einer umfangreichen Antizyklone über dem nördlichen Mitteleuropa. In den beiden anderen Clustern verbleibt der Keil eher westlicher und Deutschland würde unter die störungsanfällige Ostflanke des Keils gelangen. In der Folge nehmen die Unsicherheiten immer weiter zu. Die Meteogramme heben die Unsicherheiten mit dem Kaltlufttropfen trefflich durch stark vom Ensemble abweichende Lösungen des Kontrolllaufs hervor. Ohne den Kaltlufttropfen wäre eine durchgreifende Erwärmung bis in den Osten der Republik denkbar, mit diesem würde sich das beschriebene Ost-Westgefälle einstellen. Wenngleich die Niederschlagssignale zum kommenden Wochenende insgesamt zurückgehen, so heben die Meteogramme mit einer Fortdauer von geringen Niederschlagsausschlägen keine klassische und stabile Hochdrucklage, sondern eher eine Hochdruckrandlage hervor. Die aktuellen Rauchfahnen können nicht eingesehen werden, da veraltert. Es wird aber angenommen, dass der Kontrolllauf besonders nach Osten zu deutlich von der Memberschar (nach unten) abweicht. GFS weicht deutlich von IFS ab und zeigt einen stabilen Keil, der deutschlandweit sommerliches Wetter zur Folge hätte und ähnliche Diskrepanzen sind auch im GEFS/IFS-ENS auszumachen. _________________________________________________________ Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen Weder Fisch noch Fleisch. Innerhalb der EFI-Verfahren ergeben sich keine großartigen Hinweise auf vom Hintergrundklima abweichende Witterungsverhältnisse. Der EFI-Feuchtefluss ist anfangs etwas erhöht und hebt die Zufuhr einer etwas labiler geschichteten Luftmasse in den Warmsektor am Mittwoch über Deutschland hervor. Doch selbst beim EFI MUCAPE ergeben sich keine Signale, sodass bei den Gewittern am Mittwoch und teils auch noch am Donnerstag wohl die markante Einfärbung (lokaler Starkregen, kleinkörniger Hagel und Böen) dominieren sollte. Ansonsten deuten sich vorerst keine signifikanten Wettererscheinungen an, was sich allerdings durch die unsichere Zugbahn des optionalen Kaltlufttropfens zum kommenden Wochenende wenigstens regional noch ändern kann. ________________________________________________________ Basis für Mittelfristvorhersage IFS, IFS-ENS, GEFS, MOSMIX mit Anpassungen ________________________________________________________ VBZ Offenbach / Dipl. Met. Helge Tuschy