VHDL13 DWOG 091700 Deutscher Wetterdienst Wetter- und Warnlage für Deutschland ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach am Freitag, 09.10.2026, 20:00 Uhr Wechselhaft und windig, an der See und in einigen Hochlagen teils stürmisch. Im Norden einzelne Gewitter. Wetter- und Warnlage: Ein von Island Richtung Norwegen ziehendes Tief lenkt mit lebhafter westlicher Strömung erwärmte Meereskaltluft nach Deutschland. Sie sorgt am Wochenende über weite Strecken für wechselhaftes Wetter. GEWITTER/STARK-/DAUERREGEN: In den Abendstunden bis in die erste Nachthälfte hinein vom Emsland bis nach Schleswig-Holstein einzelne Gewitter mit steifen bis stürmische Böen bis 70 km/h (7-8 Bft), vereinzelt auch mit Sturmböen bis 85 km/h (9 Bft). Nach vorübergehender Wetterberuhigung im Laufe der zweiten Nachthälfte, vor allem ausgangs der Nacht, im Nordseeumfeld erneut einzelne Gewitter, dabei Böen um 65 km/h (8 Bft) nicht ausgeschlossen. Am Samstag in der Nordhälfte im Tagesverlauf von West nach Ost Durchzug einiger Schauerstaffeln. Dabei vor allem im Nordwesten auch einzelne Gewitter mit Böen 7 bis 8 Bft und Graupel. Im Nordseeumfeld, insbesondere im Bereich der Ostfriesischen Inseln bis hinüber nach Dithmarschen durch wiederholte Schauertätigkeit strichweise Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 l/qm in mehreren Stunden. Gesamtregenmenge von Samstag- bis Sonntagmittag 30 bis 50 l/qm. WIND/STURM: In der Nacht zum Samstag vor allem im Binnenland, später auch in den Mittelgebirgen abnehmender Wind. An der Nordsee aber weiterhin steife bis stürmische Böen bis 70 km/h (7-8 Bft) aus westlichen Richtungen. An exponierten Abschnitten der Ostseeküste einzelne steife Böen um 55 km/h (7 Bft) aus West bis Südwest. In den Kamm- und Gipfellagen im Laufe der zweiten Nachthälfte nur noch einzelne stürmische Böen 8 Bft, auf dem Brocken aber bis in die Frühstunden noch Sturmböen 9 Bft. Am Samstag im Nordwesten und Norden wieder auffrischender West- bis Südwestwind mit steifen, an den Küsten, insbesondere der Nordsee, auch mit stürmischen Böen (7 bis 8 Bft). In den Gipfellagen einzelne Mittelgebirge stürmische Böen, auf dem Brocken und anfangs auf dem Fichtelberg Sturmböen 9 Bft. Zum Abend hin abnehmender Wind. DAUERREGEN: In den Weststaulagen einiger Mittelgebirge bis Samstagfrüh Dauerregen, dabei kleinräumig Mengen zwischen 25 und 40 l/m² in 12 bis 18 Stunden nicht ausgeschlossen, insbesondere im Bergischen Land bzw. westlichen Sauerland, im Westerwald, im Harz und im Thüringer Wald. Detaillierter Wetterablauf: In der Nacht zum Samstag südlich des Mains dichte Wolken und zunehmend regnerisch. Im übrigen Land zunächst verbreitet Regen, allmählich nachlassende Niederschläge, an der Nordsee aber zunehmende Schauer- und Gewitterneigung. Abkühlung auf 11 bis 6 Grad, an der See milder. An den Küsten und im Bergland weiterhin teils stürmisch. Am Samstag im Süden stärker bewölkt mit Regen, bis zum Nachmittag an die Alpen zurückziehend. Im Nordwesten und im Küstenumfeld bei wechselnder Bewölkung im Verlauf auflebende Schauertätigkeit, vereinzelt Gewitter. Die stärkste Schaueraktivität an der Nordsee. Ansonsten wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten und weitgehend trocken. Höchsttemperatur zwischen 13 und 19 Grad. Mäßiger, teils böiger Südwest- bis Westwind mit stürmischen Böen an den Küsten und im Bergland. In der Nacht zum Sonntag an der Nordsee weitere, teils kräftige Schauer und Gewitter. An den Alpen noch einzelne Schauer, sonst meist abklingend, gebietsweise Aufklaren. Abkühlung auf 10 bis 4 Grad. An der Küste weiterhin windig. Am Sonntag Wechsel aus Sonne und Quellwolken mit Schauern, im Norden mehr als im Süden. Vor allem an Nord- und Ostsee wiederholt Schauer und kurze Gewitter. Höchstwerte 12 bis 18 Grad mit den höchsten Werten am Oberrhein. Im Süden schwacher bis mäßiger, sonst mäßiger bis frischer und teils stark böiger Wind aus westlichen Richtungen. An der Küste und in Hochlagen zeitweise stürmische Böen. In der Nacht zum Montag mit Ausnahme des unmittelbaren Küstenstreifens nachlassende Schauer und gebietsweise Auflockerungen. Stellenweise Nebel. Tiefstwerte 10 bis 3 Grad. An der Ostsee noch lebhafter West- bis Nordwestwind. Sonst allgemein nachlassender Wind. Am Montag unterschiedlich bewölkt mit einigen Auflockerungen oder sonnigen Abschnitten, vor allem im Osten und Nordosten aber auch noch einzelnen Schauern. Ähnliche Temperaturen wie am Vortag, aber nicht mehr so windig. Am ehesten an der Ostsee anfangs noch mäßiger Nordwestwind. In der Nacht zum Dienstag häufig gering bewölkt oder klar, später Nebelfelder. Abkühlung auf 9 bis 2 Grad, nur direkt am Meer etwas milder. Im Süden und Osten stellenweise leichter Frost in Bodennähe. Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, MSc. Sonja Hansen/Dipl.-Met. Jens Hoffmann